Völlig unerwartet prescht ATI noch vor dem Start der CeBIT in Hannover mit dem Radeon-9800-Pro-Chip (Codename R350) vor. Der kanadische 3D-Spezialist würzt sein neues Flaggschiff dabei mit vielen feinen Zutaten: Smartshader und Smoothvision, die für Pixelberechnungen und Anti-Aliasing-Effekte zuständig sind, wurden in Version 2.1 neu im Chip integriert. HyperZ III+ soll zudem das Nadelöhr Speicherbandbreite verbreitern, das bei hohen Auflösungen und komplexen 3D-Szenarien entsteht.
Am kräftigsten hat ATI aber an der Frequenzschraube seines neuen 3D-Turbos gedreht: Der Radeon 9800-Pro-Chip taktet nunmehr mit 380 MHz, der DDR-I-Speicher wird mit effektiven 680 MHz (2 x 340 MHz) betrieben.

Der F-Buffer im Smartshader 2.1
Mit dem so genannten F-Buffer (Fragment-stream FIFO Buffer) will ATI zeitintensive Berechnungen verkürzen und Speicherbandbreite sparen. Mit der F-Buffer-Pipeline können laut ATI nun auch längere Pixel-Shader-Routinen abgearbeitet werden – eine theoretische „Hardware-Beschränkung”, wie es noch beim Radeon-9700-Chip der Fall, ist mit dem F-Buffer passé.
Die Idee hinter ATIs neuer Hardware-Implementierung ist recht simple: Komplexe und längere Pixel-Shader-Kalkulationen (Programme), die mehrmals die Pixel-Engine durchlaufen müssen, werden in diesem F-Buffer vom Rest der Szene ausgeklammert und zwischengespeichert. Alle anderen weniger aufwändigen Pixelberechnungen, die per single-pass durchgeführt werden können, durchlaufen wie gewöhnlich die Rendering-Pipeline. Theoretisch wird durch diese Zwischenspeicherung bei längeren Shader- Programmen die Rendering-Zeit minimiert, weil schneller auf die Zwischenergebnisse zugegriffen werden kann.
Smoothvision 2.1
Bei der aufgewerteten Antialiasing-Methode, die beim Radeon 9800 Pro zum Einsatz kommt, sollen Lese- und Schreibzugriffe auf den Memory-Controller – im Vergleich zu Radeon 9700-Pro-Modellen – bei höheren Auflösungen (größer als 1.024 x 768 Pixel) effizienter sein.
Hyper Z III+
Neu beim Radeon 9800 Pro ist der “enhanced z-cache”. Er besitzt die Aufgabe, so genannte „Real-Time-shadow volumes” also Schattierungen und Schatteneffekte zu berechnen, die in komplexen 3D-Szenarien benutzt werden. Hier wird entschieden, ob der Schattenwurf eines Objekts im sichtbaren oder unsichtbaren Teil des Gesamtbildes entsteht. Fällt er in letzteren Bereich, muss er nicht berechnet werden. Das kann enorm Speicherbandbreite sparen.
Es lohnt sich also durchaus die neue Radeon 9800 Pro zu kaufen, obwohl leider ATI es nicht geschaft hatt die Leistung wie versprochen gegenüber der Radeon 9700 Pro um 40% zu steigern.Normale Durchschnittszocker und Grafiker greifen besser zur billigeren Radeon 9500 Pro die sich jedoch mit einem Graphik Bios Hack auf das Niveau einer Radeon 9700 Pro bzw. sogar einer Radeon 9800 Pro zu übertakten! Aber man muss auch beachten das die Garantie durch dieses Update verloren geht! Desweiteren können dadurch kleinere Pixelfehler entstehen!

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